Branding im heutigen Markt der Multinationals

Branding

sollte im eigentlichen Sinne der treibende Faktor für jedes Unternehmen sein, ich werde der Frage in diesem Blog nachgehen, ob das heute noch so ist. Also was beinhaltet das traditionelle Branding?

Branding umfasst das gesamte Spektrum der Corporate Identity (die Identität) des Unternehmens, der Produkte, Dienstleistungen, des Verhaltens, die Angestellten und HR, die Vertriebswege, Technologien, Prozesse und alle Kommunikationskanäle. Es ist die Summe der Erfahrungen, aus der Perspektive der Kunden und wie man generell eine Marke wahr nimmt.

Es fängt nicht nur bei dem Logo eines Unternehmens an und es hört auch nicht bei den Produkten auf. Die Unternehmensmarke ist mehr als nur das, was offensichtlich und sichtbar ist, stattdessen ist sie sehr tief in einem Unternehmen verwurzelt und umfasst alle Interaktionen des Kunden mit einem Konzern, ob das nun der direkte Kontakt per Telefon, per Email oder Website ist, aber auch im Geschäft beim direkten persönlichen Kontakt mit dem Verkaufspersonal, oder der Kassiererin an der Kasse. Plakatwände, Flyers, Reklameclips im Fernsehen oder Kino, Facebook oder Google AdWords vermitteln die Marke konsistent und treu ihrem Brand Image. Es ist die Philosophie eines Unternehmens mit seinen ethischen und moralischen Werten, die in all den verfügbaren Kommunikationskanälen tastbar, wieder erkennbar und unverwechselbar sein sollte.

Die Frage wirft sich auf, in wie weit traditionelles Branding heute überhaupt noch möglich ist, wenn Multinationale Unternehmen ihre Priorität auf die Börse legen und ihre Aktionäre letztendlich wichtiger zu sein scheinen, als ihre Kunden oder die Inhaltsstoffe oder verwendete Materialien von minderwertiger Qualität sind, um ihre Produkte herzustellen, sie aber teuer verkaufen.
Passt es zu einem Konzern, der “vom Feinsten” und “Ich bin es mir wert” verkauft, jedoch dabei rücksichtslos die letzten Regenwälder und Rückzugsgebiete einmaliger Tierarten zerstört und somit diese Tiere ausrottet, nur um das billigste aller Fette, das PALMÖL, als “Genuß und lass dich verwöhnen” an den Mann, die Frau und das Kind zu bringen? Dies geschieht dazu mit der Erkenntnis, dass das Palmöl sehr ungesund ist und Alzheimer, Schlaganfälle, so wie Stents und Bypass Operationen fördert. Diese Tatsache dürfte aus wissenschaftlicher/medizinischer Sicht wohl genug und überzeugend belegt sein. Man findet jedoch in den Regalen der Supermärkte kaum noch Kekse, Fertignahrung, Suppenwürfel und Kosmetika, denen das Palmöl nicht zugesetzt wird.

Dieser Frage und vielen anderen möchte ich in diesem Blog nachgehen. Wie geht ein Konzern mit dem entgegen gebrachten Vertrauen seiner Kunden umgeht und wie wichtig ist einem Konzern das Vertrauen seiner Kunden und hat es überhaupt noch einen Stellenwert?
Hat die Monopolisierung der Konzerne, dazu geführt, dass man meint:

  • die Gesundheit der Kunden vernachlässigen zu können, denn egal was und wo die Kunden kaufen, es kommt doch alles in den gleichen Topf, da man alte Familienbetriebe einfach aufkauft?
  • Ist das Denken der Hersteller alleinig noch zu Gunsten des Profits ausgerichtet?
  • Ist es rechtens Menschen an der Nase herum zu führen und ihnen gleichzeitig zu signalisieren, dass ein Produkt unbedenklich ist, wenn man klar weiß, dass das Produkt eine negative Auswirkung auf das Wohlergehen der Konsumenten hat?
  • Ist es fair und akzeptabel ein Produkt zu verkaufen und wissentlich dem Käufer gegenüber geschönte Angaben über das Produkt macht?